Hautgesundheit im Sommer

Sonnenlicht macht gute Laune, die sommerlichen Temperaturen sorgen für Urlaubsfeeling und unser Bedürfnis, möglichst viel Zeit im Freien zu verbringen, steigt. Ob Sie den Sommer am Wasser, in den Bergen oder daheim im Garten verbringen werden: mit dem richtigen Sonnenschutz steht einem unbeschwerten Sommer nichts im Wege.

Schutzschild Haut

Mit knapp 2m² und rund 10kg ist die Haut unser größtes Organ. Zu ihren Hauptaufgaben zählt der Schutz vor Infektionen, Hitze und Licht, die (Mit-)Bildung von Vitamin D, sowie die Regulierung von Flüssigkeitshaushalt und Körpertemperatur. Zudem können wir durch die Haut als wichtiges Sinnesorgan Kälte, Wärme, Schmerzen und Berührungen empfinden.

Männlicher Rücken mit Sonnencreme am Pool.

Als bedeutende Schutzschicht vor äußerlichen Einflüssen ist unsere Haut ganzjährig vielen unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt. Dazu zählt insbesondere die Sonnenstrahlung. Schäden durch die im Sonnenlicht enthaltenen UVB-Strahlen bemerken wir recht schnell, denn sie sorgen für den Sonnenbrand (= Entzündung der Haut), sowie die Bräunung der Haut (= Schutz vor Sonnenstrahlen durch vermehrte Melanin-Produktion). Die langwellige UVA-Strahlung dringt hingegen tiefer in die Haut ein, wo sie die DNA der Zellen verändern kann. Diese Schäden machen sich oft erst Jahre später bemerkbar und häufen sich über die Zeit an, d.h. mit jeder Sonnenbräune und jedem Sonnenbrand steigt das individuelle Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.

So können Sie sich vor UV-Strahlung schützen

Die Zahl der Hautkrebsfälle steigt in Österreich seit Jahren, seit den späten 80ern hat sie sich sogar verdoppelt. Schuld daran ist die steigende UV-Belastung, denn es gibt immer mehr sonnige Tage und dadurch auch immer mehr Tage mit hohen UV-Werten. Hinzu kommt, dass viele Menschen die Gefahr der Sonnenstrahlen unterschätzen und sich nicht ausreichend davor schützen. Dabei lässt sich effektiver Sonnenschutz auf drei Grundsätze runterbrechen: vermeiden, bedecken, eincremen.

Sonne vermeiden

Der beste Schutz vor UV-Strahlung besteht darin, im Hochsommer von Mitte Juni bis August die direkte Sonnenstrahlung nach Möglichkeit gänzlich zu meiden. Insbesondere während der Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr sollten Sie sich im Gebäudeinneren bzw. im Schatten aufhalten, wobei Sie auch hier nicht ganz auf Sonnenschutz verzichten sollten. Die UV-Belastung im Schatten verringert sich nämlich teilweise nur um 50%. Auch an weniger sonnigen Tagen sollten Sie vorsichtig sein, da gut 90% der UV-Strahlen auch durch eine leichte Bewölkung durchdringen können.

Haut bedecken

Auch Kleidung schützt vor Sonne. Während typisch sommerliche Materialien wie Leinen und Baumwolle aufgrund ihrer guten Luftdurchlässigkeit beliebt sind, bieten dunkle Acrylmaterialien den besseren Schutz vor der Sonnenstrahlung. Wer im Sommer viel draußen ist und gerne Zeit am Berg verbringt, sollte in spezielle UV-Schutzkleidung investieren, da die Sonne in Höhenlagen besonders intensiv ist. In jedem Fall sollte die Kleidung als Hitzeschutz nicht zu enganliegend sein. Kappen und Hüte mit breiter Krempe schützen zudem Kopf und Gesicht, hier sind besonders der Nasenrücken und die Oberseite der Ohren gefährdet. Eine Sonnenbrille mit UV400-Schutz rundet das sommerliche Outfit ab und schützt Ihre Augen.

Körper eincremen

Machen Sie es sich in der sonnigen Jahreszeit zur Gewohnheit, vor dem außer Haus gehen alle nicht bekleideten Körperstellen mit Sonnenschutz einzucremen – also insbesondere Gesicht, Hals, Arme, Hände, Beine und Fußrücken. Der geeignete Lichtschutzfaktor hängt von Hauttyp und Aufenthaltsort ab. Am Meer wirken Wasser und heller Sand wie Reflektoren und erfordern einen entsprechend hohen Schutzfaktor. Achten Sie bei der Wahl des Sonnenschutzmittels auch darauf, dass es sowohl vor UVB- als auch vor UVA-Strahlung schützt. Tragen Sie es großzügig auf und erneuern Sie es regelmäßig, insbesondere bei starkem Schwitzen und nach dem Schwimmen. Für einen erwachsenen Körper braucht man vier gehäufte Esslöffel Sonnencreme.

Ganzjährig gesunde Haut

Unsere Haut braucht natürlich nicht nur im Sommer Zuwendung. Die richtige Pflege von innen und außen hält sie jung und vital. Ein Bewusstsein für gesunde Haut spielt zudem in der Hautkrebsvorsorge eine bedeutende Rolle, denn Hautkrebs verursacht im Frühstadium selten Beschwerden und bleibt daher oft lange Zeit unbemerkt. Je früher er jedoch erkannt wird, desto besser stehen die Chancen auf vollständige Heilung. Wir empfehlen Ihnen folgende Maßnahmen für langfristig gesunde Haut:

  • Dermatologische Vorsorgeuntersuchung: Unabhängig von Alter, Geschlecht und Hauttyp wird die jährliche Kontrolle beim Hautarzt bzw. bei der Hautärztin empfohlen, dazu zählt insbesondere die Kontrolle von Muttermalen auf Veränderungen und Auffälligkeiten.
  • Laufende Selbstkontrolle: Veränderungen an Muttermalen sind oft der erste Hinweis auf Hautkrebs. Um die Zeit zwischen den jährlichen hautärztlichen Kontrollen nicht ungenützt verstreichen zu lassen, spielen regelmäßige Selbstuntersuchungen in der Hautkrebsvorsorge eine besonders wichtige Rolle. Sollten Sie Veränderungen bemerken oder Beschwerden wie Brennen, Jucken oder ein unangenehmes Gefühl im Bereich eines Muttermals verspüren, wenden Sie sich zur Abklärung an unsere Fachärzt*innen für Dermatologie.
  • Ausreichend Trinken: Die Haut benötigt viel Wasser, um elastisch und geschmeidig zu bleiben. In der Regel werden täglich zwei Liter empfohlen, doch gerade in der warmen Jahreszeit und wenn Sie viel Schwitzen sollten Sie auf drei bis vier Liter Wasser pro Tag kommen.
  • Richtige Ernährung: Schönheit kommt tatsächlich von innen, denn eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung kann bei Hautproblemen helfen bzw. diesen vorbeugen. Unsere Diätolog*innen verraten Ihnen gerne, welche Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente notwendig sind, um Ihre Haut lange gesund und fit zu halten.

Bei Fragen zum Thema Hautgesundheit stehen Ihnen unsere Fachärzt*innen für Dermatologie gerne zur Verfügung.

Terminvereinbarung - so funktioniert's

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